Das Diakonissenhaus Teltow zählt mit mehr als 4.500 Mitarbeitenden zu den großen Arbeitgebern im Sozial- und Gesundheitswesen in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt.
Seine Geschichte geht auf eine Initiative von Frauen zurück, die sich ab 1841 in Berlin für weibliche Gefangene und „fehlgeleitete“ junge Frauen einsetzte. Aus dieser Initiative von Frauen für Frauen hat sich im Laufe von mehr als 180 Jahren ein bedeutendes diakonisches Unternehmen entwickelt, das die Traditionen von sechs Diakonissenhäusern sowie weiteren diakonischen, ehemals kommunalen und privater Einrichtungen verbindet.
Das Diakonissenhaus Teltow ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Gemeinsam mit ihren Gesellschaften bildet die Stiftung einen Unternehmensverbund, der sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft stellt und gleichzeitig seinen christlichen Wurzeln verpflichtet bleibt.
Der Sitz des Vorstandes ist Teltow. Dem Vorstand gehören der Vorstandsvorsitzende und Theologische Vorstand Pfarrer Matthias Blume, die Personalvorständin und Oberin Dr. Gundula Grießmann sowie der Kaufmännische Vorstand Prof. h.c. (BUK) Hans-Ulrich Schmidt an.
Unter der Überschrift „Wir gehen Wege mit Menschen“ fasst das Leitbild des Diakonissenhauses die Arbeit in den Einrichtungen zusammen. Sie richtet sich an Menschen, die für eine kürzere oder längere Strecke eine helfende Hand, einen stützenden Arm, ein aufmunterndes Wort, einen sicheren Rahmen, Pflege oder medizinische Behandlung benötigen. Ziel ist es, ihre Selbstbestimmung und Selbstständigkeit zu stärken, Richtung und Tempo bestimmen die Menschen selbst.
Die Arbeit ist geleitet von den christlichen Werten Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit und daraus abgeleiteten ethischen Grundsätzen. Grundlage ist der Glaube, dass jedem Menschen von Gott die gleiche Würde gegeben ist. Daraus folgt eine Haltung, die alle Menschen jederzeit als gleichermaßen wertvoll ansieht.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Geschäftsfelder Gesundheit, Altenhilfe, Teilhabe und Bildung.
Tradition und Zukunft
Die Diakonissen haben sich der Aufgaben angenommen, die sich ihnen stellten. In dieser Tradition entwickelt das Diakonissenhaus seine Angebote kontinuierlich weiter, investiert in Qualität, Innovation und Mitarbeitende und übernimmt Verantwortung für die Regionen, in denen es tätig sind. Mit dem Ziel, auch künftigen Generationen verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige diakonische Dienstleistungen anzubieten.
Unternehmensbereich Gesundheit
Zum Diakonissenhaus Teltow gehören das Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow, das Evangelisches Krankenhaus Luckau, das Evangelisches Krankenhaus Lutherstift Frankfurt (Oder), das Diakoniekrankenhaus Halle, das Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben, die Lausitz Klinik Forst sowie die Klinik für Geriatrische Rehabilitation in Kloster Lehnin. Dazu kommen die ambulanten medizinischen Versorgungszentren MEG Teltow, MEG Guben, Poli Reil Halle und Lausitz MVZ Forst. Schwerpunkte bilden Angebote zur medizinischen Versorgung älterer Menschen sowie innovative Angebote im Bereich Endoprothetik. Durch die enge Zusammenarbeit der Einrichtungen und die breite fachliche Aufstellung leistet das Diakonissenhaus Teltow einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region.
Unternehmensbereich Altenhilfe
Zum Unternehmensbereich Altenhilfe gehören 13 stationäre Altenpflegeeinrichtungen mit etwa 900 Plätzen, drei gerontopsychiatrische Tagesstätten und fünf teilstationäre Tagespflegeeinrichtungen, vier ambulante Hauskrankenpflegen, Wohngemeinschaften und Beratungsstellen und für Menschen mit Demenz, ca. 300 Wohnungen im betreuten Wohnen und eine Seniorenresidenz.
Einen Schwerpunkt bildet die Hospizarbeit. In der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase verfügt das Diakonissenhaus Teltow über jahrzehntelange Erfahrungen, nachdem die Diakonisse Ruth Sommermeyer Anfang der 1990 Jahre in Kloster Lehnin den Hospiz- und Palliativdienst Potsdam-Mittelmark aufgebaut und damit die Grundlage für die Hospizarbeit im Land Brandenburg gelegt hat. Mehr als 2.500 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer wurden seither in Lehnin geschult. Sie bilden das Rückgrat der ambulanten Hospizdienste, die es heute in ganz Brandenburg gibt.
Neben dem ambulanten Hospizdienst betreibt das Diakonissenhaus stationäre Hospize in Kloster Lehnin, Potsdam, Luckau, Berlin-Mahlsdorf und ab September 2026 in Prenzlau.
Unternehmensbereich Teilhabe und Bildung
Im Geschäftsfeld Teilhabe unterstützt das Diakonissenhaus Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistigen, seelischen oder mehrfachen Behinderungen dabei, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten. Die Angebote umfassen Wohnen, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten, Assistenzleistungen sowie Unterstützung im Alltag und in der Freizeit. Dabei steht die individuelle Förderung der persönlichen Fähigkeiten und die gesellschaftliche Teilhabe jedes einzelnen Menschen im Mittelpunkt. Das Diakonissenhaus versteht Vielfalt als Bereicherung und setzt sich für eine inklusive Gesellschaft ein.
Zum Bereich Bildung gehören eine Evangelische Grundschule, eine Schule mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt „geistige Entwicklung“, eine Integrations-Kita und fünf weitere Kindergärten. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken, ihre Talente zu fördern und ihnen Orientierung zu geben. Dabei verbinden sich fachliche Qualität, individuelle Förderung und die Vermittlung von Werten.